DIY: Behelfs-Mund-Nasen-Maske selber nähen

Ich bin momentan etwas sauer. Mein Bauchgefühl sagte mir schon vor anderthalb Monaten, dass es diese einfachen chirurgischen Masken kaufen will. Damals, bevor die große Angst vor Corona im gesamtgesellschaftlichem Bewusstsein an kam. Ich habe es damals nicht getan, weil ich mir dumm vorkam. Weil ich dachte, dass ich eh ausgelacht werde. Ha! Nimm dies Vernunft, der interne Radar hatte Recht. Wer jetzt tief Luft holt, um mich zu mansplainen und mir zu erzählen, dass das alles Quatsch ist, scrollt bitte einmal nach unten und liest dort direkt weiter. Danke!

Selbstgenähe Atemschutzmaske aus Stoff

Freie Schnittmuster für Behelfs-Mund-Nasen-Masken

Da selbst simple Atemmasken/Gesichtsmasken inzwischen unmöglich zu bekommen sind, überlegte ich, ob es vielleicht sinnvoll ist, sich aus Stoff selbst welche zu nähen. Ich stolperte nach einiger Zeit über dieses Schnittmuster für Atemmasken. Besonders gut ist es, dass das Schnittmuster in vier Größen daher kommt: Männer, Frauen, Teenies und Kleinkinder.

Inzwischen habe ich die Masken nach diesem Schnitte schon oft genäht und es geht mir gut von der Hand – deswegen möchte ich sie mit euch teilen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Masken Sinn machen und besser sind als komplett ungeschützt durch die Stadt zu latschen. Sie müssen aber eng anliegend sitzen, damit sie ihre Arbeit machen können.

Die Anleitung ist zwar auf Englisch, sie ist allerdings Schritt für Schritt bebildert. Oben in der Anleitung seht ihr, wie die Maske zweilagig genäht wird. Wer keine Nähmaschine hat, könnte die Masken auch von Hand nähen, nach ein paar Übungsstichen müsste das auch für Nähanfänger_innen machbar sein. Meine Empfehlung hierfür wäre der Rückstich/Steppstich.

Scrollt man in der Anleitung weiter nach unten, findet sich dort eine Anleitung, um eine Öffnung zwischen den beiden Stofflagen einzunähen, so dass man eine weitere austauschbare Lage zur Filterung einlegen kann – wir haben dafür jetzt ein zurecht geschnittenes Stück Küchenpapier genutzt. Das hat sich im Außentest (mein Mann hat täglich mindesten 90 Minuten Arbeitsweg in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin) als gut atembar bewährt.

Nachtrag 1: Während ich diesen Artikel schreibe, hat das Dresdner Nähcafé „Malu“ eine deutschsprachige, Nähanleitung für eine Atemmaske veröffentlicht. 🙂 Im Schnittmuster hier gibt es nur eine Größe, die Arbeitsschritte entsprechen aber auf dem ersten Blick im Grunde dem englischsprachigen Muster in der einfachen Version. Wenn ihr nicht so gut Englisch könnt, aber die Kindermasken nähen möchtet, könntet ihr euch das PDF des erstgenannten Musters runterladen und die deutsche Anleitung zur Orientierung nutzen.

Nachtrag 2: Gerade habe ich von einer Leserin noch einen Link zu einer weiteren Nähanleitung für einen eckige Gesichtsmaske bekommen. Mit diesem habe ich allerdings keinerlei Erfahrungen, der Stoff ist nur einlagig und gerade, dafür ist hier ein Draht für die richtige Passform an der Nase eingearbeitet.

Nachtrag 3: Das Nähcafé Lotte in Bautzen näht Behelfs-Mund-Nasen-Masken für die Kinderkrebsstation der Uniklinik Dresden. Sie haben dafür ein eigenes  Schnittmuster entwickelt, ähnlich dem eckigen aus Nachtrag 2, allerdings ist es sinnvollerweise dreilagig mit einer Zwischenlage aus Molton oder Mullwindeln/Musselin (die ja viele noch zuhause rumfliegen haben). Die Lausitz News berichten darüber, unten im  Artikel findet ihr die bebilderte Anleitung (wird beim zweimaligen Draufklicken groß angezeigt).

Auf Twitter fand ich den Hinweis für Kindermasken die Stoffbreite auf 15 cm zu verkleinern und pro Bindebande 70 cm zu berechnen.

Nachtrag 4: Die Stadt Essen hat inzwischen auch ein Schnittmuster für die Bevölkerung herausgegeben:  Nähanleitung für einen Mund-Nasen-Maske. Heraus kommt eine Maske nach Art aus Nachtrag 2 und 3 – allerdings diesmal mit zwei Stoffschichten und genäht aus einem T-Shirt, wie es mir anhand der Schritt-für-Schitt-Bilder scheinen will.

Nachtrag 5: Über Twitter wurde ich auf diese englischsprachige Anleitung für eine Gesichtsmaske der Seite Freesewing hingewiesen. Sie kommt dem ersten von mir verlinkten Schnittmuster sehr nahe, hat aber eine etwas andere Befestigungslösung und wird rundherum am Ende nochmals abgesteppt.

Nachtrag 6: Auf  dem Blog „Textile Geschichten“ findet ihr jetzt auf Deutsch und Englisch Bilderanleitung für eine Gesichtsmaske. Vorteil hier: Diese Nähanleitung ist besonders für die geeignet, die keine Nähmaschine haben und vielleicht nicht so gut mit der Hand nähen können (empfohlener Nähstich siehe weiter oben). Es brauchen nur zwei gerade Nähte gesetzt werden. Das verwendete Material besteht aus T-Shirt-Stoff (Jersey), der nicht gesäumt werden muss. Es muss auch kein Muster ausgedruckt und zugeschnitten werden, das Schnittmuster ist ein gefaltetes Din-A4-Blatt. Es gibt dort sogar eine Alternative, die nur mit nem Tacker und ein paar Haushaltsgummis gefertigt wird. Top!

Nachtrag 7: Eine Leserin hat mir noch diesen Link zum Basteln ganz simpler Einwegmasken aus Küchenpapier und Klebeband gesendet. Sie ist nach der Art der chinesischen Anleitung hergestellt, wie sie  von dem Virologen Christian Drosten geteilt wurde. Ein sehr niedrigschwelliges Angebot für alle, die nicht nähen können oder schlicht die Materialien nicht zur Verfügung haben.

Hier (Link zu Facebook) gibt es auch noch das Video eines Arztes des städtischen Klinikums Görlitz, der zeigt, wie man sich aus Büromaterial einen Gesichtsvisier basteln kann, um eventuell eine Nuance mehr Chancen zu haben, dem Virus zu entgehen. Im Video wird auf Laminierfolie zurückgegriffen, ich vermute, dass man als Alternative auch die Folie eines klassischen Plastikschnellhefters, wie aus der Schulzeit, verwenden kann.

Noch ein Hinweis: In den Kommentaren haben sich inzwischen auch einige Ideen gesammelt, um zum Beispiel Motorradsturmhauben zu modifizieren oder um besser am Gesicht abschließende Masken mit Filterlösungen (im Stil des zuerst verlinkten Schnittes) aus Neopren zu nähen.

Nachtrag 8: Auf der Webseite Nähtalente gibt es eine ausführliche deutschsprachige Anleitung für eine Mund-Nasen-Maske, die der von mir zuerst verlinkten Anleitung sehr nahe kommt. Auch hier ist wieder ein Schnitt für Kinder, Teenies, Frauen und Männer dabei.

Nachtrag 9: Wer einen 3D-Drucker besitzt kann damit auch ein Gesichtsvisier drucken und diese (nach vorheriger Absprache natürlich) auch an Krankenhäuser spenden. Hier ist der Link zur Anleitung für einen Gesichtsvisier aus de 3D-Drucker von Prusa. Die Seite ist englischsprachig und informiert sehr ausführlich zur Handhabung der Masken, zum Druck und gibt auch Tipps zur richtigen Desinfektion des Face Shields. Masken aus dem 3D-Drucker fände ich auch spannend, das Muster von NanoHacks scheint aber letztendlich doch nicht so gut zu sein und wurde vom Hersteller wieder entfernt. Vielleicht kommt da in den nächsten Tagen noch was brauchbares.

Nachtrag 10: Mit noch einem völlig anderen Schnittmuster für selbstgenähte Atemmasken. Mira hat einen Schnitt entwickelt, der ohne eingelegten Draht auskommt (der soll sich wohl je nach Material beim Kochen manchmal komisch verhalten) und dennoch gut um die Nase herum sitzen soll.

Nachtrag 11: Wieder ein Link zu Twitter und damit zu einem Video-Tutorial für eine Atemmaske, die nur gefaltet und gar nicht genäht wird. Niedrigschwelliger ist kaum noch möglich. Benötigt werden lediglich gewebter Stoff und zwei Haargummis.

 

selbstgenähte Atemschutzmasken für Erwachsene und Kinder

Welcher Stoff ist für selbstgenähte Masken empfehlenswert?

Aktualisiert: Gummilitze* (also simpler Schlüppergummi)  ist in der Waschmaschine kochbar. Feiner, fester und nicht grobmaschiger Baumwollstoff oder Leinen sind geeignet. Leinen soll nach einer Studie, die leider gar keine Angaben zu Fadendichte und Webart macht und die meiner persönlichen (!) Ansicht nach, als in solchen Dingen ungeschulte Nicht-Medizinerin, deswegen nicht der Weisheit letzter Schluss ist, nicht so gut geeignet sein wie Küchenhandtücher aus Baumwolle. Aber das ist wirklich nur meine Interpretation!
Elastische Stoffe wie Jersey (Shirtstoffe) sind eher ungeeignet – folgt man den Empfehlungen des UK Dresden (die genannte Studie  wiederum empfiehlt Jersey. Ich vermute, weil fast jede_r zumindest ein T-Shirt zum Selbstnähen zuhause rumliegen hat). Auch Trigema, die bekannte Firma für Trikotagenstoffe, produziert seit 2 Tagen (inzwischen ausverkaufte) Gesichtsmasken aus 2 Lagen elastischem Stoff.

Wer kein Stofflager sein eigen nennt – was wohl den Großteil der Bevölkerung betrifft – kann auch einfach ein sauberes Baumwollküchenhandtuch zum Nähen verwenden. Oder beispielsweise ein altes Herrenhemd oder eine Bluse recyceln. In den Studienergebnissen die ich las, hat selbst ein aus nem Küchenhandtuch genähter Mund-Nasen-Maske ungefähr 60 % der Filtereigenschaften, die diese papiernen Chirurgenmaske besitzen. Und gut sitzende chirurgische Masken haben erstaunlich gute Filtereigenschaften.

Schnittmuster für Mundschutz

Bringen Atemmasken nun etwas oder nicht?

Nachtrag: Nochmal, diese selbstgenähten Masken sind nicht medizinisch verifziert, sie sind kein Medizinprodukt mit attestierter Wirkung, müssen gut sitzen, regelmäßig richtig gewaschen werden und man darf sie nicht anfassen wenn man sie trägt. Ich trage hier nur Studienergebnisse und Aussagen von Fachpersonal zusammen, die sich für mich als Laie (!) so lesen, als ob die selbstgenähten Atemmasken durchaus Sinn machen. Das ist meine persönliche, nicht medizinisch-gebildete Sichtweise. Es sind also meine ganz privaten Vermutungen und ich treffe hier keine medizinisch fundierten Aussagen.

Sagen wir es so:  Man nimmt an, dass die Nutzung von Masken besser ist, als gar kein Filtermaterial vor den Atemwegen zu haben, die Wahrscheinlichkeit einer allgemeinen Infektion scheint dadurch zumindest etwas zu sinken. Die Seite „Lungenärzte im Netz“ weist darauf hin, dass, neben guter Hand-, Husten- und -Niesetikette und gehaltenem Abstand,  eine gut sitzende Mund-Nasen-Maske natürlich dabei hilft eine Ansteckung zu vermeiden. (Nachtrag: Wie ich gerade sehe, wurde diese Seite aktualisiert und man folgt jetzt der Aussage des RKI, demzufolge Gesichtsmasken für Gesunde absolut unnütz sind.)

Aktualisiert: Ich zitiere hierzu aus einem kürzlich erschienen Artikel „What’s the Evidence on Face Masks? What You Heard Was Probably Wrong“ der US-amerikanischen Mikro- und Molekularbiologin Adrian Burch, Ph. D., zu diesem Thema: „Based on the research, face masks are much more likely to help than hurt. Even if it’s just a homemade cloth mask — if you wear it correctly and avoid touching it, the science suggests that it won’t hurt you and will most likely reduce your exposure to the virus.“

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Schweizer Tagesanzeiger in seinem Artikel „Warum wir alle Masken tragen sollten„. (Der Artikel ist zwar hinter einer Paywall, aber nach einer kostenlosen Registrierung lesbar.)

Jedem dürfte klar sein, dass 2 Lagen Stoff nicht so effektiv wie eine FFP3-Maske sind. Wie Studien zum Thema Grippeinfektionen zeigen, können wohl selbst schon die einfachen chirurgischen Gesichtsmasken aus Papier – wenn sie denn gut am Gesicht abschließen – ähnlich effektiv in der Filterung von Viren sein, wie die stärker filternden Masken, nach denen derzeit alle so geiern.

Diese englischsprachige Seite zeigt, dass Masken Partikel, die 10 mal kleiner als der Covid-19-Virus sind, von normalen Gesichtsmasken ausgefiltert werden.

Ich kann ansatzweise nachvollziehen warum diese Mär, dass Masken angeblich nicht wirksam sind, gepflegt und weiter genährt wird: Ich vermute, damit die Krankenhäuser weiter Atemmasken kaufen können und nicht weiter unter Diebstählen zu leiden haben. Das ergibt irgendwie einen wirren Sinn. Aber es ist (meiner Ansicht nach!) schlicht eine Fehlinformation. Es ist einfach eine simple physische Barriere, die einen kleinen Teil (!) der Partikel (Viren) abfangen kann (!). Wenn man sich dann in der S-Bahn mit ungewaschenen Händen kurz danach dennoch in der Nase popelt und sich an Mitmenschen kuschelt bringt das natürlich trotz allem nix. Die anderen Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Aber macht es wirklich Sinn, Atemmasken aus Stoff selbst zu nähen?

Kurz gesagt: Ja. Zumindest meiner persönlichen Ansicht nach. Dafür sprechen mehrere Quellen. Eine schon weiter oben verlinkte Seite beschäftigt sich ganz speziell mit der Fragestellung, ob selbstgenähte Masken bei Corona Sinn machen und kommt zu diesem Ergebnis. Guckt euch die Grafiken dazu an und lest die verlinkten wissenschaftlichen Studien.

Thailand empfiehlt inzwischen seiner Bevölkerung sich und seinen Lieben Masken aus Stoff zu nähen. Um aus dem Artikel zu zitieren: „Cloth masks are enough to prevent people from catching the virus via droplets from coughing or sneezing, said Panpimon Wipulakorn, Director-General for the Department of Health. “ („Stoffmasken sind ausreichend, um den via Husten oder Niesen verbreiteten Virus zu abzufangen.“, sagt Panpimon Wipulakorn, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums.)

Und auch deutsche Kliniken erinnern sich daran, dass man nicht unbedingt immer auf Einwegprodukte angewiesen ist. Das Universitätsklinikum Dresden hat zur Schonung von Ressourcen 6000 Masken von externen Dienstleistern nähen lassen, mit denen sie jetzt ihr Personal ausstatten. In den Kommentaren kann man noch Genaueres dazu lesen.

Und wenn es letztendlich nur verhindert, dass ihr Oma Erna aus Versehen ansteckt, weil ihr unwissentlich den Virus in euch tragt: Auch das ist doch schon ein Gewinn.

 

Die Tragedauer

Aktualisiert:  Die WHO empfiehlt Einmal-Masken zu wechseln, sobald sie feucht sind. Ich nehme an (!), dass man hier ähnlich mit den Stoffmasken verfahren sollte. Deswegen lohnt es sich, pro Person mindestens zwei Masken zum Wechsel zu nähen.

Danach sollte man die Maske als kontaminiert betrachten, sie dann in die Kochwäsche stecken oder mit Seife und Desinfektionswaschmittel waschen. Manche kochen sie auch rasch mit Waschmittel in einem Topf aus, in den Kommentaren wurde auch vorgeschlagen, die Mikrowelle hierfür zu nutzen (das aber bitte nur bei Masken ohne Metallteile und mit ausreichend Flüssigkeit) oder mittels UV-C Lampen zu desinfizieren. Letzteres finde ich sehr spannend, habe von der Thematik und Funktionsweise aber so gar keine Ahnung. (Kommt das Licht dann auch an alle Fasern um alles zu desinfizieren?)

In den verlinkten Studienergebnissen mit den Küchenhandtüchern war die Rede davon, dass sie nach drei Stunden sogar noch besser filterten. Ich vermute, weil der Stoff sich eventuell durch die feuchte Atemluft weiter zusammenzieht? (Sollten sie allerdings zu nass werden, filtern sie auch nicht mehr anständig und sollten dann gewechselt werden.)
Ich persönlich würde sie nicht länger als ein paar Stunden oder nur zum Bewegen in der Außenwelt tragen. Es ist ganz wichtig, darauf zu achten, nicht an die Maske zu fassen und dauernd dran rumzuzuppeln und sie nach dem Tragen dann direkt zu waschen.

 

Schonende Trageweise für die Ohren

Heute sind mir auf Twitter zwei Hinweise über den Weg gelaufen, die vor allem für medizinisches Personal interessant sein dürften, die solche Dinger wie diese chirurgischen Masken den ganzen Tag tragen müssen und denen wohl jetzt schon davon die Ohren ziemlich wund sind. Eine Krankenschwester empfiehlt sich an ein festes Haarband rechts und links über den Ohren Knöpfe zu nähen und dann dort die Gummis der Maske einzuhaken statt über die  Ohren selbst. Eine andere Krankenschwester hat sich mit einer übergroßen Büroklammer (es können ja auch zwei bis drei normalgroße verbunden werden, denke ich mir) beholfen, so dass die Gummibänder der Maske im Nacken verlaufen.

 

Corona & Masken: Absichtliche Fehlinformation der Bevölkerung?

Mich macht diese Geschichte dennoch ultimativ sauer. Warum? Weil immer noch verbreitet wird, selbst gestern noch via Gruselvideo auf Twitter von der Tagesschau, dass einfache papierne, chirurgische Masken im Grunde total sinnlos sind, nur Sinn machen, wenn man andere nicht anstecken möchte. Und natürlich nur wenn man zum medizinischen Personal gehört. Und das stimmt meiner Meinung nach in dieser Form einfach mal nicht. Es ist meiner Ansicht nach eine Falschinformation, die ich als gefährdend empfinde. Gerade im Sinne von #FlattentheCurve.

Denn ich war damals unsicher und habe in dieser Unsicherheit tatsächlich diese Story, dass die Papiermasken total unnütz sind, geglaubt. Und aufgrund dessen habe ich meinem mehrfach chronisch kranken Vater, der quasi der perfekte Kandidat für Covid-19 ist, vom Kauf solcher Masken abgeraten. Weil überall zu lesen war (und unfassbarerweise immer noch ist!), dass die Dinger nix bringen. Ich habe also aufgrund dieser gezielten, mir unverständlichen Fehlinformation meinen Vater davon abgehalten, sich eine zumindest geringfügig etwas größere Chance zu verschaffen, lebend aus dieser Situation zu kommen. Und mich selbst ebenfalls (ich gehöre ebenfalls zur Riskikogruppe). Das sollten sich die Personen, die solche absichtlichen Falschmeldungen weiter verbreiten, mal bitte auf der Zunge zergehen lassen.

Ich weiß, ich höre mich gerade wie eine aluhuttragende Verschwörungstheoretikerin an, aber die antisozialen Arschlöcher, die Krankenhäuser und Kinderkrebsstationen leer klauen, sind weiterhin davon unbeeindruckt und Risikogruppen sind so verunsichert, dass sie ein wichtiges und absolut simples Hilfsinstrument durch eine absolut blöde mediale Indoktrination verwehrt bekommen.

Also: Näht bitte, badet die Masken in Desinfektionszeug oder steckt sie in die Kochwäsche und gebt sie an liebe Menschen weiter. Und vergesst nicht, die Dinger täglich zu waschen. Spread the love. Not Covid-19.

 

*Afiliate-Link zu Amazon. Bei einem Einkauf hierüber erhalte ich eine geringe Vergütung.  Danke.

Disclaimer: Ich bin keine Ärztin oder Ähnliches. Das hier ist meine persönliche Sicht. Wenn ihr unsicher seid, fragt Ärzte, lest die Artikel. Ich übernehme keine Haftung & Gewähr.

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Comments: 51

  1. Claudia April 2, 2020 at 10:04 am

    Noch eine theoretische Ergänzung zu dem eben zitierten Artikel:

    Angenommen, ich gehe mit einer gewaschenen, dicht anliegenden Stoffmaske aus dem Haus. Dann atme ich zunächst z.B. 50% der in der Luft vorhandenen schädlichen Partikel ein. Nun betrete ich einen Supermarkt und benötige für den Einkauf 20 min. Wenn ich an der Kasse stehe, haben sich 20 min lang schädliche Partikel, die im Supermarkt vermutlich in höherer Konzentration als draußen vorhanden sind, außen auf der Maske angesammelt.

    Nach theoretischer Überlegung atme ich jetzt nicht mehr 50% der schädlichen Partikelkonzentration in der Supermarktluft ein, sondern 50% der Partikelkonzentration die sich in den letzten 20 min außen auf meiner Maske aufsummiert hat. M.E. atme ich dann irgendwann eine höhere Partikelkonzentration ein als ohne Maske.

    Anfangs ist der Effekt vermutlich zu vernachlässigen, irgendwann summiert er sich auf und wird relevant. Ferner ist die Partikelkonzentration auf meiner Maske vermutlich höher als in der Außenluft unter freiem Himmel.

    Diese Überlegungen würden dafür sprechen, die Maske häufig zu wechseln, unabhängig davon, ob sie aufgrund von Durchfeuchtung schlechter filtert.

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