Nette Deko für das Gruselbuffet: Speisekarte für die Halloween-Party

Einer meiner liebsten Feiertage naht ja schon wieder: Halloween. Für Fans wie mich gibt es deswegen zur Einstimmung schon mal eine Bastelanleitung für eine angemessen alt oder gruselig aussehende Menükarte. Die Idee hatte ich vor einigen Jahren, als wir eine Halloween-Party mit Mittelaltermotto veranstaltet haben. Aber natürlich kann man sie optisch auch anderen Gegebenheiten oder einem Horror-Motto anpassen und so das Ambiente etwas steigern. Ich hatte die auf alt getrimmte Speisekarte mit sanftem Stilbruch per Klebeband an einen Küchenschrank oberhalb des Buffets geheftet. Ignoriert bitte die (ebenfalls gruseligen) Schreibfehler. Das war damals eine Last-Minute-Aktion. Kreatives Chaos und spontane Ideen eben.  😉 Ein Klick auf die Bilder vergrößert selbige, so dass der Text auch gut lesbar ist.

Bastelanleitung für Halloween-Menükarte

Papier
Schere
1 Teebeutel mit Schwarztee
kleines Schälchen
etwas Wasser
Kerze/Feuerzeug
(Laser-)Drucker

    1. Vorher überlegen, was man seinen Gästen servieren möchte. Auch wenn man nicht spezielle Halloween-Speisen zubereitet, kann man ja den normalen Gerichten ausgefallene Namen geben, die den ungewöhnlichen Anlass unterstreichen. So wird aus einer Schale Spaghetti Bolognese zum Beispiel das frisch servierte Haar unschuldig gemeuchelter, (und natürlich) keuscher Jungfrauen, garniert mit klumpig-geronnener Blutsauce. Der Schokoladenkuchen zum Dessert wird zu bei abnehemendem Hexenmond gestochenen und gut abgelagerten Stücken Friedhofserde und der leckere Cocktail wird zum stärkenden Henker-Tonikum.
    2. Menüliste erstellen, mit einer schönen Schriftart in einem Dokument setzen – es gibt ja viele freie Fonts, die zu Halloween passen – und mit dem Laserdrucker ausdrucken. Wer einen Tintenstrahldrucker nutzt, zieht allerdings den Schritt des Papiereinfärbens vor und druckt dann erst die Menükarte, damit die Schrift nicht verwischt.
    3. Teebeutel in Schälchen legen, mit etwas lauwarmem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen.
    4. Teebeutel ausdrücken und damit über den Ausdruck wischen, Färbung nach kurzer Trocknung eventuell wiederholen. Teebeutel zwischendurch anfeuchten und  Papier betupfen, so dass sich unterschiedlich dunkle Stellen auf dem künstlich gealterten Papier ergeben.
    5. Papier durchtrocknen lassen, die Ränder und Kanten mit einer Schere abrunden und dem ganzen eine organischere Form geben.
    6. Kerze anzünden, sich am besten neben dem Waschbecken für sponatene Löschaktionen positionieren (Kinder machen sowas bitte nicht alleine), und nun die Ränder der getrockneten und eingefärbten Menükarte vorsichtig ein wenig ankokeln.
    7. Fertig.

Die Menükarte ist eine nette kleine atmosphärische Zugabe zur restlichen Deko einer Halloweenparty. Kommt bei den Gästen gut an und ist gibt auch einen guten Überblick über die gebotenen Grusel-Speisen und Cocktails. Mensch und Monster wollen ja schließlich wissen, was das da alles ist – angefangen bei Knabbergebäck wie Knusperknochen, Mumien-Würstchen, Blutbowle oder Spinnennetzkuchen bis hin zu meinem persönlichen jährlichen Highlight: dem gebackenen Oferkopf (Im letzten Jahr wurde er tatsächlich – bis auf ein kleines Stück Kinn – komplett aufgefressen.)

Nebenbei arbeite ich noch ein einer Bastelanleitung für einen Hexenkessel aus Pappmaché. Der liegt halbgebastelt schon seit einigen Monaten auf meiner Fensterbank in der Küche. Ich hoffe ich komme in nächster Zeit dazu, ihn endlich fertig zu machen, dann stelle ich die Bauanleitung für den Zauberkessel hier ein und ergänze den Link. Im letzten Jahr hatte ich hier im Blog schon mal eine Auflistung von Halloween-Bastelideen gemacht. In meinem Foodblog Magischer Kessel gibt es auch noch zwei – ebenfalls schon etwas ältere – Auflistungen mit zeitlosen kulinarischen Bereicherungen für das Grusel-Buffet zu All Hallows‘ Eve. Ich koche sie jedenfalls jedes Jahr wieder gerne, habe aber noch ein paar andere Rezeptideen im Hinterkopf, die noch ausprobiert und zu Papier gebracht werden müssen.

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Comments: 4

  1. distelfliege September 3, 2011 at 2:59 am

    Ich hab als Kind prinzipiell immer die selbstgezeichneten Schatzkarten mit der Kerze angekokelt..

  2. Be||aDonna September 3, 2011 at 11:55 am

    Ich auch. (Call me Feuerteufel) 🙂 Aber darum geht es bei diesem Disclaimer ja nicht. Kinder (und ich spreche hier nicht von Teenagern, die eh machen was sie wollen oder halb Erwachsenen) sollten generell nicht unbeaufsichtigt mit Feuer „spielen“. Ich habe es mit circa sechs Jahren zum Beispiel vollkommen unbeabsichtigt geschafft meine Kleidung (und mich) anzukokeln, nachdem ich mir heimlich Streichhölzer geschnappt hatte. Mama kam zum Glück ins Zimmer und hat mich rechtzeitig „gelöscht“.

  3. […] hatte es ja bei der Bastelanleitung für die Halloween-Menükarte schon erwähnt, dass ich derzeit noch an einem Hexenkessel aus Pappmaché arbeite. Zwischenzeitlich […]

  4. […] Damit man auch weiß, was man isst: Anleitung für eine halloweengerechte Menükarte […]

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